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A starry night sky.
Bild: Darstellung zum Internationalen Tag der Leichten Sprache | © Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen

Internationaler Tag der Leichten Sprache am 28. Mai

Wir feiern die Leichte Sprache. Erfahren Sie außerdem, warum Untertitel in Social Media so wichtig sind.

  • Veröffentlicht von: Thomas Schlößer
  • Veröffentlicht am: 27.05.2026
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Moin,

am 28. Mai ist Internationaler Tag der Leichten Sprache. Auf der ganzen Welt machen Organisationen an diesem Tag darauf aufmerksam, wie wichtig verständliche Informationen für Teilhabe und Selbstbestimmung sind. Seit 2020 erinnert der Aktionstag daran, dass es viele Menschen gibt, die Probleme beim Lesen haben. Für sie sind Infos in Leichter Sprache oft der Schlüssel, um Inhalte selbstständig zu verstehen und mitreden zu können. Das Datum ist bewusst gewählt: Am 28. Mai 1988 wurde der europäische Dachverband Inclusion Europe (englische Website) gegründet, der sich unter anderem für Barrierefreiheit, das Recht auf eigene Entscheidungen und gegen Diskriminierung von Menschen mit geistiger Behinderung einsetzt.

Was ist Leichte Sprache?

Leichte Sprache ist eine besonders gut verständliche Form des Deutschen. Sie folgt klaren Regeln, vermeidet Fachbegriffe und komplizierte Satzstrukturen und wird bei Fairtippt immer von Menschen aus der Zielgruppe geprüft und freigegeben. Mehr Infos habe ich hier zusammengestellt:

Was ist Leichte Sprache?

Warum ist Leichte Sprache wichtig?

Von Leichter Sprache profitieren viele Menschen: zum Beispiel Menschen mit Lernschwierigkeiten, mit Behinderungen, mit geringer Lesekompetenz oder Menschen, die Deutsch als Zweitsprache lernen. Leichte Sprache baut Barrieren ab und sorgt dafür, dass Informationen nicht nur rechtlich zugänglich, sondern wirklich nutzbar sind. Mehr dazu hier:

Warum Leichte Sprache?

Prüfung durch die Zielgruppe

Bei Leichter Sprache können nur die Menschen wirklich beurteilen, wie verständlich ein Text ist, die im Alltag auf diese Sprachform angewiesen sind. Deshalb ist die Prüfung und Freigabe durch qualifizierte Prüfgruppen ein elementarer, obligatorischer Bestandteil unserer Qualitätssicherung. Angeleitet werden diese von geschulten Prüfassistenzen, zu denen die Prüfpersonen ein Vertrauensverhältnis haben.

Du bist Content Creator? Achte auf deine Untertitel!

In sozialen Medien sehe ich immer wieder automatisch erzeugte Untertitel, die voller Fehler sind. Für Menschen, die Videos ohne Ton schauen, weil sie ihre Kopfhörer vergessen haben, ist das meist nur ärgerlich. Für gehörlose Menschen oder Menschen mit Hörbehinderungen können solche Fehler aber dazu führen, dass Inhalte unverständlich werden oder wichtige Infos sogar ganz verloren gehen.

Der Internationale Tag der Leichten Sprache ist deshalb ein guter Anlass, genauer hinzuschauen: Wo verwenden wir automatische Untertitel, automatische Übersetzungen oder generierte Texte? Wo müssen wir besser prüfen?

Ein paar Beispiele von ganz vielen, die mir in den letzten Tagen begegnet sind:

  • Beispiel 1, Video über einen Fußball-Transfer:
    „Diese bereiten uns eine Abflüsse von dreieinhalb Millionen Euro.“
  • Beispiel 2, englisches Video über einen Motorrad-Testbericht:
    „And so what things this thing does when you open it up. Ah, just leaning into the car and it just feels so refined.“
  • Beispiel 3, Video über ein Kartenspiel:
    „Zeitdeck statt Side Deck“

Solche vermeintlich kleinen Fehler stören nicht nur den Lesefluss, sondern können sogar verhindern, dass Menschen die Kernaussage verstehen. Achtet mal darauf, was euch so bei Untertiteln in Social-Media-Videos auffällt. Bei Fairtippt achten wir sehr bewusst darauf, dass Inhalte nicht nur sorgfältig kuratiert, sondern auch von Menschen aus der Zielgruppe überprüft werden. Nur so entsteht aus unserer Sicht ein wirklich gutes Ergebnis.

Mein Denkanstoß: Prüfen wir automatisch generierte Untertitel nicht nur darauf, ob sie „ungefähr passen“, sondern ob sie für möglichst viele Menschen wirklich verständlich sind. Verständliche Sprache ist kein Zusatz, sondern ein wichtiger und zentraler Baustein für Barrierefreiheit und gute Kommunikation.

Herzliche Grüße
Thomas Schlößer

Portrait von Thomas Schlößer, dem Inhaber von Fairtippt

Ich habe Fairtippt gegründet, um Kommunikation für alle Menschen fair, verständlich und zugänglich zu machen. Im Alltag sehe ich viel zu häufig, wie unnötige Barrieren viele Menschen ausschließen – das möchte ich ändern. Aus diesem Grund entwickeln wir bei Fairtippt klare, zugängliche Lösungen, die alle Menschen erreichen und einen positiven Beitrag zu mehr Teilhabe und Eigenständigkeit leisten.

Thomas Schlößer

Inhaber von Fairtippt