AC²-Wettbewerb: Jetzt berate ich ehrenamtlich
Nach meiner Teilnahme am AC²-Wettbewerb unterstütze ich nun Gründende als ehrenamtlicher Berater für digitale Barrierefreiheit sowie Leichte Sprache und Einfache Sprache.
- Veröffentlicht von: Thomas Schlößer
- Veröffentlicht am: 01.10.2026
Moin,
ab sofort bin ich als ehrenamtlicher Berater im AC²-Beraternetzwerk der GründerRegion Aachen im Einsatz. Ab der neuen Wettbewerbsrunde unterstütze ich Gründerinnen, Gründer und Unternehmen in den Bereichen digitale Barrierefreiheit und verständliche Sprache.
Während meiner eigenen Teilnahme beim AC²-Wettbewerb durfte ich viel lernen und habe kostenlose Unterstützung von vielen Menschen aus der Region, mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Fachkenntnissen, erhalten. Nun möchte ich etwas davon weitergeben und andere dabei unterstützen, ihre Angebote von Anfang an zugänglich zu gestalten.
Vom AC²-Teilnehmer zum ehrenamtlichen Berater
Mit Fairtippt wurde ich für mein Wachstumsvorhaben beim AC²-Wettbewerb 2025/2026 mit dem zweiten Preis in der Kategorie Businessplan ausgezeichnet. Ich freue mich noch immer über die Anerkennung und die daraus entstandene Sichtbarkeit für digitale Barrierefreiheit, Leichte Sprache und Einfache Sprache. In den rund sechs Monaten des Wettbewerbs konnte ich mein Geschäftsmodell und meine Leistungen weiterentwickeln, Ideen entwickeln und diskutieren sowie von der unternehmerischen Erfahrung anderer lernen. Das hat mich in meinem Vorhaben bestärkt und mir mehr Sicherheit als Unternehmer gegeben.
Mein besonderer Dank gilt meinem Mentor André Schülke, der mich dabei begleitet hat. Bereits im Rückblick auf die AC²-Preisverleihung hatte ich geschrieben, dass ich mich selbst im Beraternetzwerk engagieren möchte. Umso schöner, dass ich nun dabei sein darf.
Wie ich zum Wettbewerb gekommen bin und was mich während der Teilnahme beschäftigt hat, können Sie auch in meinem Beitrag „Fairtippt im Finale des AC²-Wettbewerbs“ nachlesen.
Was bietet der AC²-Wettbewerb?
Der AC²-Wettbewerb der GründerRegion begleitet Gründungs- und Wachstumsvorhaben aus der Wirtschaftsregion Aachen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Zum Angebot gehören Workshops, Veranstaltungen, persönliches Mentoring und der Austausch mit Fachleuten.
Die drei Wettbewerbskategorien sind Ideenskizze, Businessplan sowie Pitch und Pitchdeck. Je nach Entwicklungsstand können Teilnehmende ihre Idee konkretisieren, ihr Geschäftsmodell ausarbeiten oder die Präsentation ihres Vorhabens weiterentwickeln.
Im ehrenamtlichen Beraternetzwerk stehen den Teilnehmenden Menschen aus unterschiedlichen Fachrichtungen zur Seite. Ich bringe als Experte meine Erfahrung mit digitaler Barrierefreiheit, Leichter Sprache und Einfacher Sprache ein. Gemeinsam können wir zum Beispiel diese Fragen klären:
- Wie können möglichst viele Menschen ein Angebot finden, verstehen und selbstbestimmt nutzen?
- Warum lohnt sich eine Investition in Barrierefreiheit und welche Vorteile entstehen für mein Unternehmen?
- Welche rechtlichen Anforderungen gelten für mein Angebot?
- Was sind Leichte Sprache und Einfache Sprache und wie unterscheiden sie sich?
- Wie berücksichtige ich Barrierefreiheit schon bei der Gründung, wenn meine finanziellen Mittel knapp sind?
Barrierefreiheit von Anfang an berücksichtigen
Wenn ein Produkt oder eine Dienstleistung entsteht, lohnt es sich, Zugänglichkeit von Anfang an zu berücksichtigen. So können Organisationen mehr Menschen erreichen und ihnen die Nutzung ihrer Angebote erleichtern. Verständliche Informationen und gut bedienbare Abläufe helfen Interessierten, ein Angebot einzuordnen, eine Anfrage zu stellen oder einen Kauf abzuschließen. Wenn Menschen Informationen selbstständig finden und Vorgänge ohne Hilfe erledigen können, entsteht echte Teilhabe. Wer Zugänglichkeit schon bei der Konzeption berücksichtigt, kann außerdem aufwendige spätere Anpassungen vermeiden und Support-Aufwand reduzieren.
Gerade bei knapper Liquidität hilft ein früher Überblick über die Anforderungen, das Budget bestmöglich einzusetzen. Gemeinsam können wir klären, welche rechtlichen Vorgaben zu beachten sind, welche Barrieren die Nutzung besonders erschweren und welche Maßnahmen zuerst angegangen werden sollten. Daraus lässt sich ein realistischer Plan für die Umsetzung entwickeln.
Interdisziplinäre Zugänglichkeit statt bloßer Checklisten
Bei Fairtippt betrachten wir Zugänglichkeit interdisziplinär. Die Bedarfe und Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderungen sind dabei von zentraler Bedeutung. Deshalb gehört neben der fachlichen Prüfung auch der Austausch mit Menschen aus der Zielgruppe dazu. Bei Leichter Sprache und Einfacher Sprache ist diese Prüfung bei Fairtippt fester Bestandteil. Die Rückmeldungen zeigen uns, wo eine Erklärung fehlt oder eine Formulierung noch nicht verständlich ist. Dabei lerne ich selbst immer wieder dazu.
Kennenlernen bei den nächsten AC²-Events
Die nächsten beiden AC²-Veranstaltungen bieten Gelegenheit, sich kennenzulernen und erste Fragen zu besprechen. Falls Sie am AC²-Wettbewerb 2026/2027 teilnehmen, selbst im Beraternetzwerk aktiv sind oder generelles Interesse am Thema Barrierefreiheit haben, kommen Sie vor Ort gerne auf mich zu.
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AC² auf Burg Stolberg
Auftakt in der Warm-up-Phase des AC²-Wettbewerbs auf Burg Stolberg. Gründerinnen und Gründer erhalten Einblicke, lernen Best Practices kennen und kommen mit Menschen aus der Region ins Gespräch.
Stolberg, Burg Stolberg
1. Oktober 2026, 17:30 Uhr bis 20 Uhr
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AC² Kick-off Aachen
Auftakt in die heiße Phase des AC²-Wettbewerbs mit Informationen zum Ablauf, ersten Kontakten zu potenziellen Mentorinnen und Mentoren sowie Zeit für Austausch und Networking.
Aachen, Aachener Bank
3. November 2026, 18:30 Uhr bis 21 Uhr
Beide Veranstaltungen sind kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich. Weitere Gelegenheiten für ein persönliches Gespräch finden Sie in meiner Terminübersicht .
Vielen herzlichen Dank an die GründerRegion und alle, die ihre Zeit und ihr Wissen im Netzwerk einbringen. Ich freue mich auf Ihre Ideen und darauf, gemeinsam dazuzulernen. Allen Teilnehmenden wünsche ich von Herzen viel Erfolg mit ihren Vorhaben.
Herzliche Grüße
Thomas Schlößer